Orchesterwerke

Luigi Nono - Intolleranza 1960Luigi Nono - Intolleranza 1960

Katalognummer: 21030

Wolfgang Neumann
Maria Kowollik
Judy Berry
Ina Schlingensiepen
Armin Kolarczyk
Bartholomeus Driessen

Bremer Philharmoniker
Chor und Extrachor des Bremer Theaters
Choreinstudierung: Gabriel Feltz/ Theo Wiedebusch
Leitung: Gabriel Feltz

Luigi Nonos erstes Werk für die Opernbühne ist ein flammender Protest gegen Intoleranz und die Unterdrückung der Menschenwürde. Wie kaum ein anderes Werk hat "Intolleranza 1960" das Musiktheater des 20. Jahrhunderts beeinflusst.

Das Werk, ein Auftragswerk der Biennale Venedig, wurde am 13. April 1961 unter der Leitung von Bruno Maderna uraufgeführt. Neo-Faschisten störten die Aufführung mit "Viva la policia" - Rufen während der Folterszene. Das Werk löste eine hitzig geführte Debatte über das Verhältnis von Politik und Kultur aus.
Live-Mitschnitt der Produktion am Bremer Theater aus dem Jahre 2001 (Regie: Hans Kresnik). Eine Koproduktion mit Radio Bremen.

"Er (Gabriel Feltz) erreicht eine manchmal atemberaubende Unmittelbarkeit des Ausdrucks, die zusammen mit der außergewöhnlichen lyrischen Intensität ein großes Hörerlebnis ermöglicht."
J. Gahre/ Opernglas

" ... Dirigent Gabriel Feltz ist es damals schlichtweg beeindruckend gelungen, dem mörderisch schwer aufzuführenden Werk etwas von seinen Pamphlet-Charakter zu nehmen."
Guido Fischer/ Rondo

Diapason_dOR

 

"Diapason d'Or"

 

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 4

Stuttgarter Philharmoniker
Jeannette Wernecke, Sopran
Gabriel Feltz

Katalognummer 21072

„...Was mir hier vorschwebte, war ungemein schwer zu machen. Stell dir das ununterschiedene Himmelsblau vor, das schwieriger zu treffen ist als alle wechselnden und kontrastierenden Tinten. Dies ist die Grundstimmung des Ganzen. Nur manchmal verfinstert es sich und wird spukhaft schauerlich: doch nicht der Himmel selbst ist es, der sich trübt, er leuchtet fort in ewigem Blau. Nur uns wird er plötzlich grauenhaft, wie einen am schönsten Tage im lichtübergossenen Wald oft ein panischer Schreck überfällt. Mystisch, verworren und unheimlich, daß euch dabei die Haare zu Berge stehen werden, ist das Scherzo. Doch werdet ihr im Adagio darauf, wo alles sich auflöst, gleich sehen, daß es so bös nicht gemeint war.“ (Gustav Mahler an Natalie Bauer-Lechner, 1900)

 

Gustav Mahler
Sinfonie Nr.3

Stuttgarter Philharmoniker
Gabriel Feltz

Katalognummer: 21065

Vom Flüstern bis zum Donnern ein Klangstrom
"Ohne die Entgiftung des Lebens durch Humor könne er der Tragik der menschlichen Existenz nicht standhalten, sagte Gustav Mahler einmal. Humor hatte der Mann zweifellos: Als ihn der junge Bruno Walter in seinem Komponierhäusl im österreichischen Steinbach am Attersee besuchte und seinen Blick über das dortige imposante Höllengebirgspanorama schweifen ließ, kommentierte Mahler: „Da brauchen Sie gar nicht mehr hinzusehen - das habe ich schon alles wegkomponiert.“ Das war im Sommer 1896, da saß er gerade an seiner dritten Sinfonie. Die Vielfalt der Natureindrücke, die Mahler in sich aufgesogen, gebändigt und in transzendierter Gestalt zwischen die Notenzeilen seiner Dritten gebannt hat, brachten die Stuttgarter Philharmoniker unter ihrem Chef Gabriel Feltz im Stuttgarter Beethovensaal formidabel zur Entfaltung. Die eineinhalb Stunden, die das sechssätzige Monument dauert, waren im Nu vorbei: eine hochspannende Aufführung, in der es Feltz vom ersten bis zum letzten Takt gelang, das ständig sich wandelnde, zuweilen gebirgsartig zerklüftete und oft hart geschnittene Material in einen pulsierenden Klangstrom zu überführen. Die Philharmoniker waren in Höchstform: wunderbar die dynamische Spannweite vom Flüstern im vierfachen Piano bis zum tosenden Donnern. Herrlich die Umsetzung der schroff kontrastierenden Charaktere. Himmlisch der transparente Streicherschmelz im tiefgründig und bedächtig dahinfließenden Finale." 

Verena Großkreutz, Esslinger Zeitung

 

Johannes Brahms
Sinfonien 3 & 4

Bremer Philharmoniker, Markus Poschner

Katalognummer: 21064

Brahms und Bremen

Brahms und Bremen, Bremen und Brahms: der 1833 in Hamburg geborene, spätere Wahl-Wiener hatte zu der Hansestadt an der Weser eine besondere Beziehung. Das Brahms-Projekt der Bremer Philharmoniker steht somit in einer besonderen Tradition. Unmittelbar verknüpft ist mit der Hansestadt ein Markstein in der Karriere des Komponisten. Im Bremer Dom schaffte der knapp 35-Jährige mit der Uraufführung des deutschen Requiems nichts weniger als den Durchbruch zum international anerkannten Komponisten. An jenem Karfreitag 1868 wurde  gleichsam Realität, was Robert Schumann einst dem jungen Musiker prophezeit hatte: „Wenn er [Brahms] seinen Zauberstab dahin senken wird, wo ihm die Mächte der Massen, im Chor und Orchester, ihre Kräfte leihen, so stehen uns noch wunderbarere Blicke in die Geisterwelt bevor“, so Schumann in seinem berühmten Brahms-Artikel Neue Bahnen. Es hatte immerhin dreizehn Jahre gedauert, bis Brahms, der bis dahin vor allem Klavier- und Kammermusik komponiert hatte, den eigenen „Zauberstab“ in Richtung eines großen chorsinfonischen Werks gelenkt hat.

Clara Schumann erinnerte sich bezeichnenderweise bei der Bremer Uraufführung unter der Leitung von Brahms eben an jenen Artikel ihres Mannes: „Ich mußte immer, wie ich Johannes so [im Bremer Dom] da stehen sah mit dem Stab in der Hand, an meines teuren Roberts Prophezeiung denken - welche sich heute erfüllen sollte. Der Stab wurde wirklich zum Zauberstab und bezwang Alle, sogar seine entschiedensten Feinde."

 

Johannes Brahms. Sinfonien 1 & 2 Markus Poschner

Johannes Brahms
Sinfonien 1 & 2

Bremer Philharmoniker
Markus Poschner

Katalognummer: 21056

Brahms und Bremen

Brahms und Bremen, Bremen und Brahms: der 1833 in Hamburg geborene, spätere Wahl-Wiener hatte zu der Hansestadt an der Weser eine besondere Beziehung. Das Brahms-Projekt der Bremer Philharmoniker steht somit in einer besonderen Tradition. Unmittelbar verknüpft ist mit der Hansestadt ein Markstein in der Karriere des Komponisten. Im Bremer Dom schaffte der knapp 35-Jährige mit der Uraufführung des deutschen Requiems nichts weniger als den Durchbruch zum international anerkannten Komponisten. An jenem Karfreitag 1868 wurde  gleichsam Realität, was Robert Schumann einst dem jungen Musiker prophezeit hatte: „Wenn er [Brahms] seinen Zauberstab dahin senken wird, wo ihm die Mächte der Massen, im Chor und Orchester, ihre Kräfte leihen, so stehen uns noch wunderbarere Blicke in die Geisterwelt bevor“, so Schumann in seinem berühmten Brahms-Artikel Neue Bahnen. Es hatte immerhin dreizehn Jahre gedauert, bis Brahms, der bis dahin vor allem Klavier- und Kammermusik komponiert hatte, den eigenen „Zauberstab“ in Richtung eines großen chorsinfonischen Werks gelenkt hat.

Clara Schumann erinnerte sich bezeichnenderweise bei der Bremer Uraufführung unter der Leitung von Brahms eben an jenen Artikel ihres Mannes: „Ich mußte immer, wie ich Johannes so [im Bremer Dom] da stehen sah mit dem Stab in der Hand, an meines teuren Roberts Prophezeiung denken - welche sich heute erfüllen sollte. Der Stab wurde wirklich zum Zauberstab und bezwang Alle, sogar seine entschiedensten Feinde."

Auch zu anderen Gelegenheiten war Brahms freilich immer wieder mal als Pianist und Dirigent in Bremen - nachweislich mindestens 12 Mal. Außer im Dom konzertierte er im großen Saal des Künstlervereins, im Conventsaal der Neuen Börse und im Konzertsaal in der Union. Brahms schätzte die Atmosphäre der Hansestadt und wusste, wo es schön ist. Meist logierte er im renommierten Hotel Hillmann und aß gern im Ratskeller. Und war er einmal durch andere Verpflichtungen verhindert, so schrieb er an den befreundeten Bremer Musikdirektor Karl Reinthaler: „Ich verzichte gar ungern auf den Besuch in Bremen“. Wolfgang Sandberger

 
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