Orchesterwerke

CD21003

Bronius Kutavicius. The Gates of Jerusalem

St. Christopher Chamber Orchestra/ Aidija Chamber Choir

Donatas Katkus

Katalognummer: 21003

Der litauische Komponist Bronius Kutavicius, manchmal ironisch als „letzter heidnischer Komponist“ bezeichnet, legt in diesem Werk das geographische Panorama religiöser Riten aus verschiedenen Teilen der Welt offen, ausgehend von den kulturellen Einflüssen auf die Stadt Jerusalem, die zu jeder Himmelsrichtung drei Stadttore hat.

Martin Demmler in FonoForum: „Bronius Kutavicius erobert sich allmählich auch eine Fangemeinde im Zentrum Europas.“

Lutz Lesle in NEUE ZEITSCHRIFT FÜR MUSIK : „Die künstlerische Interpretation dieser „Echos der alten Weltkulturen“ durch das St. Christopher-Kammerorchester und den Aidija-Kammerchor aus Vilnius wirkt in höchstem Grade authentisch.“

 
CD21022

Respighi: Fontane di Roma - Feste Romane & Suk: Scherzo Fantastique

Philharmonisches Orchester des Theaters Altenburg - Gera
Gabriel Feltz

Katalognummer: 21022

Gerhard Anders in „Das Orchester“: „Wohnt nicht eine gewisse Portion Schizophrenie der Tätigkeit des Rezensenten inne? Von ihm werden, zu Recht, zwei grundverschiedene Tugenden erwartet: sein mit Hintergrundwissen prall gefülltes Säcklein stets griffbereit zu haben und zugleich – gewissermaßen als Personifikation eines „unbeschriebenen Blattes“ – dem zu rezensierenden Gegenstand völlig unvoreingenommen entgegenzutreten. Doch wer vermag dies zu leisten? Häufig genug lastet das Säcklein schwer auf unserem Buckel, es befrachtet uns mit Scheinwissen, sprich: mit Vorurteilen über das, was da vor uns liegt. Wir glauben, von der Hülle auf sein Inneres schließen zu können.

Hier wird von einer konkreten Erfahrung berichtet, die mich rückblickend nachgerade beschämt: Respighi, Römische Brunnen, Römische Feste, na ja, Glitzerkram ohne Tiefgang, das Ganze gespielt von einem „Provinzorchester“. Dazu ein weitgehend unbekanntes Stück von Joseph Suk, um die CD aufzufüllen – also gut, hören wir mal ’rein… Und dann dies: Ein glänzend disponiertes, grandios aufspielendes Orchester, geleitet von einem gleichermaßen charismatischen wie intelligenten jungen Dirigenten, dazu ausgeklügelte Aufnahmebedingungen: Respighis oft gescholtene, der Oberflächlichkeit geziehene Musik wird zum Ereignis, und Suks Scherzo Fantastique erweist sich als echte Entdeckung!

Im Booklettext führt Dirigent Gabriel Feltz detailliert aus, worin seine Motivation bei der vorliegenden Einspielung lag und wie er diese – gemeinsam mit einem Aufnahmeteam von Radio Bremen in der offenkundig sehr guten Akustik des Geraer Konzerthauses – realisieren konnte: Ausgehend von Feltz’ Frage, wie es möglich sei, „die enorme Klangfülle der Partituren so transparent zu halten, dass viele uns besonders faszinierende Details […] bewusst hörbar werden“, wurde zunächst experimentiert: mit ungewöhnlichen Orchesteraufstellungen, mit Dämpfern aller Art. Vor allem aber haben Orchester und Dirigent viel Mühe darauf verwendet, Respighis raffinierte Dynamik so umzusetzen, dass eine immense Bandbreite zwischen kaum hörbarem pianissimo und gewaltigen fff-Entladungen erlebbar wird. Das Ergebnis ist außergewöhnlich: Ohne etwa manipulierend in die Partitur eingreifen zu müssen, wurde dem Medium CD gegeben, was ihm frommt. So entstanden Klangwirkungen, wie sie im Konzertsaal – zumindest bei herkömmlicher Orchesterdisposition – selten zu hören sind.

Alles andere als ein Lückenfüller ist Joseph Suks 1903 komponiertes Scherzo Fantastique. Im Gegenteil: Das fantasievolle, an den späten Dvor¡ák gemahnende Werk fungiert als wohltuender Kontrast zu Respighis prachtvoller, unleugbar aber an einem entscheidenden Mangel krankender Musik; es fehlt ihr an zwingenden melodischen Einfällen vom Schlage jener Streicherkantilene aus Suks Scherzo, die allein den brennenden Wunsch nach mehr Musik dieses zu Unrecht wenig gespielten Meisters entfacht.“

 
CD21036

Tehran Symphony Orchestra live in Osnabrück

Werke von Hassan Riahi, Pjotr Tchaikovsky, Nader Mashayekhi

Salar Aghili, Gesang
Harir Shariatzadeh, Daf
Amir Sarraf, Klavier
Teheraner Symphonieorchester
Nader Mashayekhi

Katalognummer: 21036

 

 

Diese CD dokumentiert ein einzigartigen Konzert: Im Rahmen des Morgenland Festival Osnabrück spielte das Tehran Symphony Orchestra zum ersten Mal in Deutschland. Daniel Barenboim lud das Orchester spontan zu einem Konzert in die Berliner Staatsoper ein. Die Weltpresse von New York Times bis Australian News und Jerusalem Post widmete dem Konzert große Beiträge. Die Aufnahme vermittelt einen Eindruck von dem Enthusiamus, mit dem das Orchester in Deutschland empfangen wurde.

NDR Info, CD Tipp der Woche
„Botschafter im doppelten Sinne: Das Sinfonieorchester Teheran vermittelt den Iranern die westliche Orchesterkultur einerseits und zeigt dem Westen andererseits ein friedliches Bild des Iran - und ist damit Botschafter in doppeltem Sinne.
“

 
CD21015

Fanny Hensel - Emilie Mayer - Luise Adolpha Le Beau
Emilie Mayer (1812-1883)
- Symphonie Nr. 5 f-moll
Fanny Hensel (1805-1847)
- "Hero und Leander"
Dramatische Szene für eine Singstimme mit Begleitung des Orchesters
Luise Adolpha Le Beau (1850-1927)
- Klavierkonzert mit Orchesterbegleitung d-moll op. 37


Maacha Deubner, Sopran
Katia Tchemberdji, Klavier
Kammersymphonie Berlin
Jürgen Bruns

Katalognummer: 21015

 

 

Sven Kerkhoff in www.musikansich.de: „Dass Frauen dieses und jenes in der Kunst nicht können, geistert nach wie vor durch die Köpfe. Eine solche Einschätzung gibt es heute z. B. hinsichtlich der Orchestermusik. Sinfonien, so scheints, sind eben Männersache. Umso wichtiger ist die Neuerscheinung, die das kleine Label Dreyer/Gaido auf den Markt gebracht hat. Es handelt sich um den Live-Mitschnitt eines Berliner Konzerts, welches 2001 im Rahmen des Projekts "Der männliche und der weibliche Beethoven" gegeben wurde.

Ein ambitioniertes Projekt und ein ebensolches Konzertprogramm spiegeln sich also auf der CD wieder, die dann auch mit einem sorgfältigen und informativen Booklet aufwartet, das einige Details zu den vorgestellten Komponistinnen beinhaltet.Die Kammersymphonie Berlin spielt unter Jürgen Bruns engagiert und mit viel Verve - die mitgeschnittenen Bravo-Rufe aus dem Publikum an Ende sind beileibe kein Zufall. Diese CD weist also den Weg auf vergessene Pfade der Musikgeschichte und ist vor allem wegen der Aufnahme der 5. Symphonie verdienstvoll.“

 
CD21014

Anatolijus Senderovas. Concerto in Do

David Geringas, Cello
Symphony Orchestra of the Lithuanian Academy of  Music
Robertas Servenikas

Tatjana Schatz-Geringas, Klavier
Geir Draugsvoll, Bajan
Zbignievas Zilionis, Schlagzeug

Katalognummer: 21014

 

 

Anatolijus Senderovas erhielt für sein Concerto in Do den ”Europäischen Komponistenpreis 2002“

Die Produktion enthält neben der Live-Einspielung des Cellokonzertes von Anatolijus Senderovas bei Young Euro Classic in Berlin weitere Werke, die Senderovas seinem Freund David Geringas zugeeignet hat.

Susan Shineberg in International Art Manager: „The ecstatic response of the audience was extraordinary, six curtain calls for the performers and composer. It is hard to recall another instance where a non-specialist  audience has hailed contemporary music with such spontaneous enthusiasm.”

 
Weitere Beiträge...
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 Weiter > Ende >>

Seite 4 von 5