Friedhelm Döhl Edition

CD21028

Friedhelm Döhl Edition Volume 6
SYMPHONIE für Cello und Orchester
‚wie im Versuch, wieder Sprache zu gewinnen’
SOMMEREISE. Klavierkonzert
ZORCH / Sound-Scene für Bigband und drei offene Flügel

Heinrich Schiff, Cello
Rundfunksinfonieorchester Saarbrücken
Hans Zender
Rudolf Buchbinder, Klavier
Bamberger Symphoniker
Horst Stein
RIAS BIG-BAND, Klaus Martin Ziegler
Flügel: Harald Bojé, Jolyon Brettingham-Smith, Robert Spillmann

Katalognummer: 21028

Martin Demmler in FonoForum 08/ 06: "Die dunkle Seite der Romantik wird vor allem in der 'Symphonie für Cello und Orchester' beschworen. Es ist eine kraftvolle, ausdrucksstarke Musik, die Döhl schreibt. Sehr viel lichter, geradezu heiter und rhythmisch pointiert kommt das Klavierkonzert 'Sommerreise' daher. Der virtuos-spielerische Charakter des Kopfsatzes steht in Kontrast zu den farbenprächtigen Klangflächen, mit denen der zweite und letzte Satz eröffnet wird. Döhl selbst spricht in diesem Zusammenhang von einer sommerlichen Himmelslandschaft."

„Schlichtweg ein Ereignis!“ titelte das Fono Forum über die Musik Friedhelm Döhls. Volume 6 der Friedhelm Döhl Edition präsentiert sein Cello- und Klavierkonzert, außerdem die aberwitzige „Soundscene“ ZORCH für Bigband und drei offene Flügel. Mit den Solisten Heinrich Schiff und Rudolf Buchbinder sind die Konzerte grandios besetzt.

 
CD21033

Friedhelm Döhl Edition Volume 7
Requiem 2000. Atemwende

Mechthild Seitz, Alt
Ekkehard Abele, Bariton
Zsigmond Szathmáry, Orgel
Kantorei an St. Marien Kassel
Vokalensemble Kassel
Hans Darmstadt

Katalognummer: 21033

Volume 7 der Friedhelm Döhl Edition dokumentiert eine Aufführung seines Requiem an St. Marien, Kassel unter Hans Darmstadt.

Friedhelm Döhl:

“Requiem“ ist auch Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz, ausgesetzt  "auf schmalem Grat", auch Auseinandersetzung mit der (vom Menschen angemaßten) "Apocalypse now". - Den ersten Ideen folgte Zweifel. Zweifel, ob ..., Zweifel, wie..., Zweifel an Sinn und Form ... „

FonoForum Februar 2007

"In seinem Requiem "Atemwende" verzichtet Friedhelm Döhl gänzlich auf Streicher - und schafft stattdessen mit Bläsern, Schlagwerk, Soli und Chor sowie einer hochvirtuosen Orgelpartie eine ganz eigene Klangsprache, die sich einer breiten, stilistisch weit gefächerten Farbpalette bedient. Dabei folgt das zweiteilige, rund siebzigminütige Werk dem lateinischen Messtext nur noch rudimentär und vertont stattdessen ausdrucksmächtige Gedichte von Paul Celan und Nelly Sachs: ein eindrücklicher, exzellent instrumentierter und stellenweise tief anrührender Beitrag zur Gattung des Requiems, der hier auf mehr als beachtlichem Niveau musiziert wird."

Die Welt, 24.3.2007

„Die Menschheit atmet unter dunklen Sternen

Passend zur Passionszeit bringt das Label Dreyer-Gaido die Nummer sieben seiner sorgsamen Friedhelm-Döhl-Edition heraus: Das "Requiem 2000 (Atemwende)", für die Tage der Neuen Musik an der Kasseler Martinskirche entstanden.

Das in zwei Mal sieben Sätzen angelegte Werk spiegelt vier Jahrzehnte eines kompositorischen Schaffens, das sich nicht Stück für Stück, sondern gleichsam in kosmischen Ringen vollzog - als spiralförmig mäandernder Schöpfungsprozess, der das chronologische Früher und Später in eine changierende Allgegenwart aufzulösen scheint.

Schon in Döhls Oper "Medea" und in der "Symphonie für großes Orchester" liefen Beziehungsfäden, Themenstränge und Assoziationsströme aus früheren Werkgruppen und Bruchstücken zusammen. Gleiches gilt für das "Requiem 2000", in dem sich nicht nur Teilstücke der unvollendeten Orgelmesse gedanklich wiederfinden, sondern auch die "Missa" für Schlagzeug und Posaunen. Zu schweigen von Döhls immerwährender Passion für die endzeitlich getönte Poesie des Dichterpaars Nelly Sachs und Paul Celan. Ihrem Metaphernschatz entlehnte er die Überschriften der beiden Werkteile: "Sternverdunkelung" und "Atemwende".

Quellen seiner Textcollage sind außerdem die Bibel, das Missale, Bach, der Lyriker Georg Trakl und die Schriftstellerin Jeanette Lander. In langer kompositorischer "Zweifelsarbeit" schuf Döhl ein nicht-liturgisches "Requiem", in dem der Mensch an der Zeitenwende auf dem Spiel steht, ausgesetzt "auf schmalem Grat". Mit Chor / Doppelchor, Soli, Orgel, Posaunen, Trompeten, Flöten und Schlagzeug maßvoll besetzt, lässt der Zyklus vom lateinischen Requiem fast nur Ruinen stehen. In Teil eins schwinden Licht und Hoffnung zu Angst und Finsternis, Teil zwei führt von Verzweiflung zu Aufruf und Trotz. Klanglich mischen sich Kirchentonales und Post-Atonales, Mixtur und Geräusch, freie Fantasie und Kanonkunst, Rezitation, liedhafter Gesang und chorische Dramatik. Wer wagt eine Wiederaufführung - und gewährt Bachs Matthäus-Passion ein Jahr Schonzeit?“

 
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